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Reichtum für Ritterhude.
Das Kapital der Brüder Ries.

Produktion: Radio Bremen 1992

Durch den Bau der Kreisstraße nach Bremen-Oslebshausen im Jahr 1912 war die Gemeinde Ritterhude zu einem Vorort Bremens geworden, doch sie blieb von Rückständigkeit, Armut und Arbeitslosigkeit geplagt. Dies war nicht zuletzt dem Adel zu verdanken, der jedem Fortschritt skeptisch gegenüber stand. Zwei Ritterhuder Jungens, die Brüder Hermann Heinrich und Johann Friedrich Ries, machten dem ein Ende. In den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts waren sie nach Amerika ausgewandert und dort durch Grundstücksverkäufe reich geworden. Im Alter kamen sie zurück und schenkten ihren Goldschatz der Gemeinde – mit der Bedingung, dass die Patronate abgeschafft und der Adel entmachtet werde. Natürlich gab es Streit, aber die Vernunft gewann. Was dann entstand, ist der Stolz der Gemeinde und noch heute in der Kleinstadt an der Hamme zu besichtigen.

- Margarete Voss geb. Evers, einzige Tochter des ehemaligen Ortsvorstehers und bis 1945 Bürgermeisters Christian Evers
- Friedrich (Fidi) Verholen, ab 1945 Ritterhuder Bürgermeister
- Arnold Schölzel, löste Verholen 1970 von seinem Posten ab und blieb bis 1995 Bürgermeister von Ritterhude

- Hermann Hinnersen, Schneider in Ritterhude

und andere Ritterhuder Bürgerinnen und Bürger kommen in diesem Heimatfunkfeature zu Wort. Einige von ihnen sind den Brüdern Ries noch persönlich begegnet. Sie tragen mit ihren Stimmen im Originalton dazu bei, ein Stück Heimatgeschichte zu bewahren.

Redaktion und Regie: Holger Janssen

Literaturhinweis:

"Ritterhude-New York-Ritterhude" - das Buch zur Stiftungsgeschichte erschien 2008 im Auftrag der Gemeinde: